Workshop
Workshop
Vom 30.05.2026 bis 1.06.2026 fand im Rahmen des Fortbildungsprogramm vom Verband Bayerischen Amateurtheater die Fortbildung "Figurenköpfe aus Polyethylen Schaum schnitzen" statt. Als Referent konnte Michael Pepe aus Salzhausen vom Eckerken Theater gewonnen werden. Die zwölf Teilnehmenden wurden mit viel Fachwissen, Erfahrung und Kreativität durch das Wochenende begleitet.
Im Mittelpunkt stand das Kennenlernen und Ausprobieren des Werkstoffs Polyethylen Schaum, der sich hervorragend für den Figurenbau eignet. Die Teilnehmenden lernten verschiedene Bearbeitungstechniken kennen und konnten das Material direkt praktisch erproben. Mit dem Cuttermesser lassen sich Formen schnell und präzise herausarbeiten, während Feilen anschließend für weiche Übergänge und ausdrucksstarke Rundungen sorgen. Die einfache Bearbeitung des Materials eröffnete auch Einsteigern einen unkomplizierten Zugang zum Figurenbau.
Besonders beeindruckend waren die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Tierfigur, menschlicher Charakter oder comicartige Gestalt – der Fantasie waren kaum Grenzen gesetzt. Während des Arbeitsprozesses entwickelten sich viele Figuren immer wieder neu. So wurde aus einer Maus eine Ente, aus einer zunächst geplanten Hexe entstand erst ein Mond und schließlich ein Rocker. Diese kreativen Veränderungen zeigten eindrucksvoll, wie inspirierend und offen der Entstehungsprozess sein kann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Oberflächengestaltung. Die geschnitzten Köpfe wurden mit Polar Fleece bezogen, wodurch eine gleichmäßige und ansprechende Oberfläche entstand. Mit Stoffmalfarben konnten anschließend Gesichtszüge, Schatten und Tiefen herausgearbeitet werden. Durch dies erhielten die Figuren zusätzliche Ausdruckskraft und einen ganz eigenen Charakter.
Neben den handwerklichen Techniken bot die Fortbildung auch viel Raum für den fachlichen Austausch. Die Gruppe arbeitete engagiert, unterstützte sich gegenseitig und profitierte von den unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmenden. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre entstanden nicht nur kreative Figuren, sondern auch viele anregende Gespräche über Figurenbau, Spieltechniken und künstlerische Gestaltung.
Am Ende der Fortbildung konnten alle Teilnehmenden ihre individuellen Figuren präsentieren. Die Ergebnisse waren ebenso vielfältig wie die Ideen und reichten von humorvollen Tierfiguren bis hin zu markanten Charakterköpfen. Die Begeisterung über die erzielten Ergebnisse war groß, und viele nahmen zahlreiche neue Anregungen und Techniken für ihre zukünftige Arbeit mit.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig gemeinsame Fortbildungsangebote für den fachlichen Austausch und die kreative Weiterentwicklung sind.

Bildquelle/-rechte: Matthias Schambeck
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