Spielbericht: Die Komödie im Dunkeln

BayArt Volkstheater e. V.
Spielbericht: Die Komödie im Dunkeln

Die Komödie im Dunkeln von Peter Peter Shaffer ist eine der bekanntesten Komödien, die sowohl auf großen als auch auf Amateurbühnen landauf / landab gespielt werden. 1965 fand am National Theatre in London die Uraufführung der „Komödie im Dunkeln“ (Black Comedy) statt. Der Autor bringt sein Stück durch eine geniale Idee zum Leuchten: Die Bühne ist hell, wenn sie für die Darsteller im Dunkeln liegt, und dunkel, wenn das Licht angeht. Während die Darsteller auf der Bühne ihr Orientierungsvermögen verlieren und Dinge tun, für die sie sich bei Licht schämen würden, hat der Zuschauer den Überblick und amüsiert sich über die zahlreichen Fettnäpfchen, die in der Dunkelheit lauern. 

Für den brotlosen Bildhauer Brindsley und seine Verlobte Carol geht es an diesem Abend um alles – und nebenbei darum, nicht als Hochstapler aufzufliegen: Ein reicher Kunstmäzen ist angekündigt, der strenge Schwiegervater in spe ebenso. Um Eindruck zu schinden, hat Brindsley kurzerhand seine schäbigen Möbel gegen die exquisiten Antiquitäten seines verreisten Nachbarn Harold getauscht, der davon natürlich nichts ahnt. Dann fliegt die Sicherung raus und das ganze Haus liegt ohne Strom. Was folgt, ist ein Kettenreaktions-Chaos aus Verwechslungen und Notlügen: Nachbar Harold, der Möbelausstatter wider Willen, kehrt verfrüht zurück, Miss Furnival, die Schnapsdrossel von nebenan, entdeckt in der Dunkelheit die Spirituosensammlung und Brindsleys keineswegs abgeschriebene Ex-Freundin Clea steht plötzlich in der Tür. Der Clou: Für die Figuren ist es stockdunkel, für das Publikum hell. Jeder Griff geht daneben, jedes Geheimnis stolpert ans Tageslicht.

BayArt hat die Komödie auf einem „Handtuch“ von Bühne, dem Pepper in München, präsentiert. Das Bühnenbild ist gut durchdacht und der Gang zur Wohnung und das Schlafzimmer im ersten Stock lediglich mit leeren Türrahmen abgetrennt, was die Illusion getrennter Räume bewirkt. Das Unheil nimmt seinen Lauf und die Zuschauer amüsieren sich köstlich. Stimmen aus dem Publikum beschreiben das Stück als „äußerst“ kurzweilig, die 90 Minuten seien wie im Fluge vergangen.

BayArt wurde im Jahre 2004 gegründet und bringt hauptsächlich Komödien, Krimis und auch Dramen auf die Bühne.